Das Buch zeigt astronomisch-kalendarische Bezüge des Gilgamesch-Epos auf und ergründet deren mythisch-weltanschauliche, sexualpsychologische und gesellschaftliche Bedeutung. Gilgameschs Kampf mit dem Himmelsstier nimmt z.B. Bezug auf Sternbilder, die zur Saatzeit morgens am Ost- und Westhimmel standen. Die Szene will gleichzeitig auch zeigen, wie der Mensch zum ersten Mal den Wildstier meisterte, vor den Pflug spannte und Ackerfurchen in den Erdboden pflügte. Der Himmelsstiermythos ist aber auch eine Liebesgeschichte zwischen dem Helden und der Erdgöttin. Vergleichbare Mythen legen nahe, daß das Nein des Helden zur liebenden Göttin nur Teil eines Liebesspiels ist: Der Stierkampf symbolisiert - entgegen gängiger Interpretation - einen leidenschaftlichen Liebesakt. Der Mythos ist somit eine Ätiologie sowohl des Ackerbaus als auch der Sexualität. Gleichzeitig beschreibt er die Initiation des Jünglings zum Erwachsenen. Der Autor ist... More > Philosoph, Altphilologe, Archäoastronom und Assyriologe.< Less