Das Europäische Parlament ist der gelebte Kompromiss. Kompromisse werden täglich gemacht, wenn in Ausschüssen Gesetzesvorlagen zwischen unterschiedlichen Parteien, Fraktionen und Ländern ebenso verhandelt werden müssen wie mit Rat und Kommission. Ein Kompromiss ist aber eben der kleinste gemeinsame Nenner, auf welchen man sich einigen kann und vielfach eben nicht die beste Lösung. Das spüren die Bürger, die mit diesem europäischen Recht dann leben müssen.
Die Bürger Europas müssen entscheiden, ob sie weitere Souveränität ihrer Länder an die EU abgeben wollen, um den Weg für den Superstaat EU zu ebnen. Sie werden darüber abstimmen, ob die EU zukünftig mehr Macht an sich ziehen kann: ob es europäische Steuern, einen europäischen Finanzminister, eine europäische Armee und eine Transfer- und Bankenunion geben wird. Oder die Wähler werden sich für das Gegenteil und damit für die Oppositionsparteien entscheiden, die diesen Weg zu „mehr Europa“ und zur „immer engeren Union“ eben nicht beschreiten wollen.
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- Publication Date
- Apr 12, 2019
- Language
- German
- Category
- Business & Economics
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